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23.05.2015, 19:16 Uhr

Roaming-Gebühren endlich abschaffen

„Die Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU darf nicht immer wieder nach hinten geschoben werden“, so der stellvertretende saarländische JU-Landesvorsitzende Philip Hoffmann. Mittlerweile kann jeder EU-Bürger seinen Wohn-, Arbeits-, Studiums- oder Urlaubsort frei wählen. Jedoch brauchen wir auch eine uneingeschränkte und ungehinderte Kommunikation untereinander, um noch weiter zusammenwachsen und Grenzen zwischen den EU-Mitgliedstaaten überwinden zu können.

Gerade für Mitglieder unserer Generation, die im Ausland studieren oder reisen wollen, sind die Roaming-Gebühren vielfach ein Hindernis, das sie in ihren Möglichkeiten beschränkt und davor zurückhält, ihre Planungen umzusetzen und ins Ausland zu gehen. Denn die hohen Kosten, die bei der Nutzung eines Mobilfunkgerätes in einem ausländischen Netz anfallen, verhindern eine einfache Verbindung zu Familie und Freunden zuhause. Technisch steht dem Ende der Roaming-Gebühren nichts im Weg; Afrika macht es hier vor. Dort gibt es dank der Kooperation der Mobilfunkkonzerne und besserer Abrechnungsmöglichkeiten der Mobilfunkunternehmen untereinander keine Roaming-Gebühren. Die heute vorhandenen technischen Möglichkeiten reduzieren die Kosten der Mobilfunkunternehmen für die Nutzung fremder Netze auf ein Minimum. Die hohen Gebühren daher mit dem technischem Aufwand oder Finanzierungsnotwendigkeiten zu begründen, ist für uns kein haltbares Argument.

Ferner ist die Abschaffung der Roaming-Gebühren auch ein gutes Argument, um den Bürgern die Vorteile der EU näher zu bringen. Wie sollen die Bürger die Vorteile der EU erkennen und Vertrauen in die Lösungskompetenzen der EU haben, wenn man nicht einmal den Willen zeigt, eine barrierefreie Kommunikation innerhalb der 28 EU-Länder zu schaffen. Dass der EU-Rat beschlossen hat, den vom Europäischen Parlament angestoßenen Prozess nicht weiterzuführen, bzw. abzubremsen, schadet dem Ansehen der EU und spielt den Feinden eines geeinten friedlichen Europas in die Hände. Auch die aktuellen Ideen, die in diesem Zusammenhang zu hören sind, wirken kaum ernsthaft durchdacht. „Wer es als Meilenstein anpreist, dass künftig jedem EU-Bürger 50 Freiminuten und 50 SMS sowie 100MB Daten pro Jahr kostenlos zur Verfügung stehen sollen, der hat schon lange keine Handyrechnung selbst mehr bezahlt“ so Hoffmann und fährt fort: „Wer sein Handy beruflich oder privat im Ausland nutzt, der weiß, dass dieses Kontingent bereits nach kurzer Zeit aufgebraucht sein kann. Daher fordern wir eine konsequente Abschaffung der Roaming-Gebühren bis zum Jahresende“.